Johannisbeermarmelade (ohne Entsaften, ohne Zucker, mit Agar Agar)

Als sich vor zwei Wochen die Johannisbeerzeit langsam dem Ende näherte und die vielen schönen roten Beeren an unserem Strauch verwertet werden wollten, hatte sich schon lange in meinem Kopf die Idee festgesetzt einmal Johannisbeermarmelade zu kochen ohne die Früchte vorher durch den vorsintflutlichen Entsafter meiner Oma zu jagen, bei dem keiner genau weiß aus welchem Metall er besteht und ob etwas davon den Weg in das Johannisbeerpüree findet. 

Da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe nur noch Marmelade ganz ohne Kristallzucker und Geliermittel, die Konservierungsstoffe und allerlei anderen unaussprechlichen Zutaten enthalten, zu kochen und mir das bei Erdbeermarmelade und Süß- und Sauerkirschmarmelade schon ganz gut gelungen war, stand nun das nächste Obst auf dem Plan, das verwertet werden wollte. Meine Inspiration bei allen Marmeladenexperimenten dieses Jahr war ein Rezept von eatsmarter.de: http://eatsmarter.de/rezepte/marmelade-mit-agar-agar. Diesmal wollte ich es nämlich auch einmal ganz ohne Vollrohrzucker versuchen. Sein Geschmack ist nämlich etwas eigen und bei Marmelade schmeckt man ihn ziemlich deutlich raus. Weil die Marmelade vegan sein sollte und ich Ahornsirup nicht in so großen Mengen verwenden wollte, bin ich auf die Idee gekommen es mit gedörrten Datteln zu versuchen. 

Das Ergebnis meines Johannisbeermarmeladenexperiments nehme ich an dieser Stelle schon einmal vorweg: es ist phänomenal geworden! Auch wenn mir einige erfahrene Hausfrauen dringend davon abgeraten haben die Johannisbeeren ganz zu verarbeiten, waren doch alle restlos begeistert von der Marmelade, die dabei herausgekommen ist: Eine herrlich süß-saure hellrosa bis pinke Marmeladencreme  (ich hatte nicht mehr ganz so viel Agar-Agar, weshalb die Marmelade eher cremig als fest geworden ist) mit erstaunlich wenigen Kernen. 

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und ein fröhliches Frühstücken! 🙂

Hier das Rezept:

Zutaten:
750 g Johannisbeeren (von den Stielen gezupft)
175 g gedörrte, entsteinte Datteln, 15 g Ahornsirup und 10 g Apfelsüße (oder 200 g Datteln)
Apfelsaft (ca. 200 ml)
1-1,5 TL gemahlene Bourbon-Vanille
etwas abgeriebene Zitronen-Schale oder Zitronensaft
4 gestrichene TL Agar-Agar

Zubereitung:
Die Datteln in einen Hochleistungsmixer geben (z.B. Bianco forte) und mit Apfelsaft bedecken. Evtl. kurz einweichen lassen, (Ahornsirup und Apfelsüße dazugeben), dann fein pürieren. Bei Bedarf noch etwas mehr Apfelsaft hinzugeben, dass der Mixer auch alle Früchte erfassen und kleinhäckseln kann. Es sollte eine cremige Paste dabei herauskommen. Die Dattelcreme mit den Johannisbeeren, dem Vanillepulver und der Zitronenschale/dem Zitronensaft in einen Topf geben und kurz einmal beherzt mit dem Pürierstab durchrühren (oder im Thermomix auf kleiner Stufe (4) ordentlich durchmischen), so dass der Saft aus den Johannisbeeren austritt, aber die Kerne ganz bleiben. 
Dann die Masse aufkochen lassen. In der Zeit das Agar-Agar mit 3-4 EL Apfelsaft vermischen und auflösen. Wenn die Johannisbeer-Dattel-Masse kocht, das Agar-Agar hinzugeben und 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann die Marmelade in kleine Marmeladengläser (die von den Alnatura-Aufstrichen eignen sich sehr gut) abfüllen. Ich habe kleine Gläser gewählt, weil die Marmelade durch den fehlenden Zucker wahrscheinlich geöffnet nicht ganz so lange haltbar ist. 

Voilà! Fertig ist der gesunde Frühstücksbrotaufstrich. 🙂

Vegane Blätterteigschnecken mit karamellisierten Zwiebeln, Zucchini und Mandeln (sojafrei)

Auf der Suche nach einem schönen Rezept um den Blätterteig in meinem Kühlschrank zu verarbeiten bin ich auf dem Blog „The Veg[etari]an Diaries“ auf folgenden Eintrag gestoßen: http://www.vegetarian-diaries.com/2014/02/blatterteig-pizza-mit-champignons-und.html. Daraus entstand nach Sichtung des Kühl- und Vorratsschrankes folgende Abwandlung:

Zutaten:
1 TL Kokosöl (nativ)
1 mittelgroße rote Zwiebel
1-2 TL Vollrohrzucker
etwa 10 cm einer Zucchini (unterarm-dick)
1-2 TL Apfelessig
1/2 Päckchen Hafersahne (von Oatly)
die Überreste von 60 g Mandeln aus denen Mandelmilch hergestellt wurde (oder alternativ: 60 g geriebene Mandeln)
jeweils 1 TL Basilikum und Oregano,
je 1 TL Thymian und Kräuter der Provence/Französische Kräutermischung
Salz, Pfeffer, etwas Curcuma
1-2 TL Kartoffelmehl

Zubereitung:
Zwiebel fein würfeln und im Kokosfett mit dem Vollrohrzucker anschwitzen, Deckel drauf und ca. 10 Minuten dünsten bzw. köcheln lassen. In der Zeit die Zuchini ebenfalls fein würfeln und nach Ablauf der 10 Minuten dazugeben. 1-2 TL Apfelessig angießen, kurz weiter köcheln lassen.
Das halbe Päckchen Hafersahne mit den Kräuter und Gewürzen und dem Kartoffelmehl gut verrühren und dazugießen. Kurz aufkochen lassen bis das Kartoffelmehl abbindet, dann vom Herd nehmen. Den Blätterteig quer aufrollen (mit der langen Seite nach unten/oben). In die heiße Masse die Mandeln einrühren und noch etwas abkühlen lassen – in dieser Zeit kann der Blätterteig sich auf Zimmertemperatur erwärmen. Den Backofen schon einmal vorheizen auf 200 °C. Danach die ganze Masse auf dem Blätterteig verteilen, dabei am oberen Rand etwa 1 cm freilassen. Den Blätterteig von der langen Seite (unten) aus aufrollen (geht am besten indem man einfach an dem Backpapier auf dem der Blätterteig aus der Packung kommt zieht und ihn so immer ein Stück nach oben klappt). Die Blätterteig-Rolle in etwa 1 cm breite Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Ca. 15 min. lang backen. Fertig. 🙂
Foto folgt!