Seitan-Lupinen-Chorizo im Glas

seitan-lupinen-chorizo

Inspiriert von der feurigen veganen Seitan-Chorizo von Eat this habe ich mich kürzlich selbst an einer Chorizo versucht, da die Chorizo von Wheaty unangefochten unsere Lieblings-Vurst ist, wir aber nicht ganz so regelmäßig in ein Geschäft kommen, wo wir sie kaufen können und weil ich gerne Dinge selbst mache um Plastikmüll zu reduzieren.

Deshalb ist meine Version der Vurst auch für die Zubereitung im Glas optimiert und man muss keine Frischhaltefolie, die eventuell fragwürdige Substanzen abgibt, dafür verwenden.

Für die Zubereitung im Glas empfehle ich allerdings die Verwendung von „geraden“ Gläschen. Sonst bekommt man die fertige Vurst nachher nicht gut aus dem Gläschen heraus. Ich nehme am liebsten die Aufstrich-Gläschen vom Hofgemüse (Allos) oder von den kleinen Zwergenwiese-Aufstrichen (Basitom, Currychini, Brustesto, etc.).

Ich sollte vielleicht noch dazu erwähnen: Da bei uns Kinder mitessen, ist diese Chorizo eher mild. Wer es schärfer mag, sollte statt auf edelsüßes Räucherpaprikapulver auf die scharfe Variante zurückgreifen, wie es auch im Original-Rezept gemacht wird!

Trockene Zutaten:

  • 150 g Weizengluten
  • 150 g Lupinenmehl (leicht getoastet)
  • 4 EL Kichererbsenmehl
  • 2 EL geräuchertes Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL scharfes Paprikapulver
  • 1 EL Gartenkräuter
  • 1 EL Maismehl
  • 2 TL Koriander (gemahlen)
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Macis (Muskatblüte), gemahlen
  • 1/2 TL Curry
  • 1 Prise Brotgewürz
  • (optional: 1 TL Hefeflocken)

Feuchte Zutaten

  • 1/2 rote Paprika in kleinen Würfeln
  • 2 EL Genmai-Miso
  • 4 EL Tomatenmark
  • 3 EL Sojasauce
  • 500 ml Wasser

Die trockenen Zutaten inkl. Gewürze verrühren. Die Sojasauce mit dem Wasser und dem Miso verrühren, bis das Miso sich aufgelöst hat. Dann die Paprikastückchen auf den trockenen Zutaten verteilen und mit der Flüssigkeit gut verrühren. (Ich mache das oft einfach im Brotbackautomat, da wird es wirklich gut verteilt. Nur länger als 4-5 Minuten sollte man es nicht kneten lassen, da sonst zu viel Luft in den „Teig“ kommt und dann wird die Wurst später bröselig.)

Die Gläschen müssen vor dem Einfüllen nicht ausgekocht werden. Wenn sie sauber gespült sind reicht das. In jedes Gläschen nun 1-2 Tropfen Öl (ich nehme Brat- und Backöl) geben und mit den Fingern gut verreiben. (Dieser Schritt kann bei Zeitmangel auch ausgelassen werden. Dann muss man die Wurst aber später scheibchenweise aus dem Glas schneiden, weil sie sich nicht so gut löst.) Nun die Masse auf die Gläschen verteilen, bis knapp unter den Rand unterhalb des Gewindes, nochmal mit den Fingern oder einem Löffel „nachschieben“ und fest zuschrauben. Bei mir gibt es immer genau 9 Gläschen, wobei das letzte nur halb voll ist. Die 9 Gläschen passen in einen mittelgroßen Topf. Nun mit Wasser auffüllen, bis alle Gläschen bedeckt sind.Das halbvolle kommt bei mir in die Mitte und wird mit einem kleinen Tonschälchen beschwert, damit es ganz im Wasser liegt.

Nun das Wasser zum Kochen bringen, runter schalten und auf kleiner Stufe etwa 1 Stunde köcheln lassen. Abkühlen lassen – erst im Wasser, dann später herausholen – und ganz erkalten lassen. Fertig!

Ich bewahre die Gläschen im Kühlschrank auf, aber theoretisch müssten sie sich durch das Einkochen auch im Schrank halten. Bei uns war die Vurst spätestens nach 4 Wochen komplett aufgegessen, so lang hält sie sich im Kühlschrank auf jeden Fall. Wer längere Lagerzeiten ausprobiert hat, darf dies gern in den Kommentaren ergänzen. 🙂

Am besten schmeckt uns die Vurst auf einer zünftigen Vurst-Semmel: Auf eine Brötchenhälfte ALSAN-Bio, auf die andere Hälfte Senf schmieren, mit Vurstscheiben belegen, ein Salatblatt, eine Gurken- und eine Tomatenscheibe darauf und ggf. noch einen Kleks Ketchup. Yum!

 

Lasst es euch schmecken!

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